Panoptikum Autobahn

// März 24th, 2010 // Allgemein

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Aus dem Norden Englands, Nähe Wetherby, West Yorks, stammt diese Geschichte die fassungslos macht: Die 31-jährige Rona Williams war mit ihrem Renault Clio auf der Autobahn unterwegs als sie aus noch ungeklärter Ursache in´s Schleudern kam. So weit, so normal – doch dann gerät ihr Wagen quer vor den Kühlergrill eines Tanklastzuges.

Der Fahrer dieses LKWs bemerkt jedoch weder den Aufprall noch den erhöhten Fahrtwiderstand noch die unwesentlich veränderte Kulisse die sich ihm vor seiner Windschutzscheibe darbietet und fährt stur mit über 90 Stundenkilometern einfach weiter – bei einer Zugmaschine mit ein paarhundert PS ja auch kein Problem!

Die Clio-Fahrerin indes hupt, blinkt mit dem Fernlicht, zieht ihre Handbremse (technisch unlogisch aber süß) und ruft in ihrer Verzweiflung schließlich per Handy den Notruf, schreit in´s Telefon “Ich werde sterben!” – der LKW indes donnert ungerührt weiter!

Währenddessen versuchen auch andere Autofahrer den LKW-Fahrer zum Anhalten zu bewegen der jedoch zunächst passiv bleibt. Erst nach ungefähr eineinhalb Kilometern funkensprühendem Horrortrip verlangsamt der schließlich seine Fahrt und bleibt stehen.

Aber jetzt kommt das Beste: Nachdem er die Frau gefragt hat ob sie ok sei will er gleich wissen ob er denn jetzt weiterfahren könne! Mittlerweile steht fest: Der Mann braucht sich zunächst keine Sorgen mehr über lästigen Termindruck zu machen – er wurde umgehend nach Bekanntwerden dieses Videos gefeuert.

5 Responses to “Panoptikum Autobahn”

  1. Trixi sagt:

    Gibt’s doch nicht, war der LKW-Fahrer auf Koks oder was?

  2. Christian sagt:

    Hallo Trixi.

    Ich bin ganz Deiner Meinung: Das Verhalten des Truck-Drivers ist indiskutabel. Man muß sich vorstellen: Nachdem der den Kleinwagen über 1,5 Kilometer weit mit Vollgas vor sich hergeschoben hatte wurden von Seiten der Polizei zunächst nicht einmal Untersuchungen gegen ihn eingeleitet – dies geschah erst NACHDEM dieses Video bei YouTube hochgeladen worden war und somit “neues Beweismaterial” vorlag!

    Es sind verschiedene Szenarien denkbar:

    1.) Der Mann war total übernächtigt, schlief ein kurz bevor der Unfall passierte und Tempomat sowie ggf. Spurassistent des Trucks erledigten den Rest bis der Fahrer schließlich wieder aufwachte

    2.) Wie Du sagst Fahrer auf Drogen. Koks, LSD, was weiß ich

    3.) Ersthaft gestörte Persönlichkeit resultierend in bizarrem und schwerlich nachvollziehbarem Verhalten

    Man kann da mal wieder sehen wie praktisch es sein kann über hinreichend Beweismaterial zu verfügen. Deshalb empfehle ich wirklich jedem stets eine gute Digitalkamera mit vollem Akku dabeizuhaben. Ich war selbst einmal in einen Unfall verwickelt, da haben mir meine hochauflösenden und aussagekräftigen Unfallfotos zum einen das Lob meines Versicherungsagenten eingebracht und zum Anderen mehrere hundert Euro an unverschämten Forderungen der gegnerischen Seite gespart!

    Gruß Christian

  3. Trixi sagt:

    >>wurden von Seiten der Polizei zunächst nicht einmal Untersuchungen gegen ihn eingeleitet – dies geschah erst NACHDEM dieses Video bei YouTube hochgeladen worden war<<

    Das ist natürlich auch heftig. Bei der Polizei kann schon manchmal den Kopf schütteln, zumal ja auch jede Menge Zeugen anwesend waren… Hauptsach' wir prüfen an jeder Ecke, ob da nicht vielleicht jemand mit Alkohol unterwegs ist. Aber wenn's drauf ankommt …

  4. Alex sagt:

    Vielleicht hat der Trucker erst beim Surfen auf Youtube gesehen, was ein Meter vor ihm so abgeht… ;-)

  5. Christian sagt:

    Die meisten Berufskraftfahrer wären im Stande selbst allerfeinste Veränderungen im Motorgeräusch die vielleicht auf einen Defekt hinweisen könnten wahrzunehmen – da ist es imho unvorstellbar daß so einem die Erschütterung eines Aufpralls, das Quietschen, Krachen und Hupen des eingeklemmten Kleinwagens über einen so langen Zeitraum hinweg verborgen bleiben können, selbst wenn man ihn nicht sieht.

    Auch scheint mir die Reaktion zu fragen “ob man jetzt weiterfahren könne” weit außerhalb der Normen menschlich auch nur ansatzweise nachvollziehbaren Verhaltens zu sein. Sicher wäre es interessant sich mal mit dem Trucker über den Vorgang zu unterhalten um evtl. herauszufinden wie der drauf ist. War der “nur” müde oder ist der geistesgestört? Oder war er auf irgendeiner abgefahrenen Droge?
    Ein Rätsel.

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