“…und dann wird ein Auto gebaut”
// Mai 7th, 2010 // Allgemein
Jeder kennt den Begriff “Neuwagenduft”. Laut einem jüngst bei Focus Online erschienenen Beitrag muß es aber keineswegs so sein daß da ein Pafum eingebracht wird das den Kunden von seinem neuen Auto begeistern soll. Vielmehr sind es zum Beispiel bei Audi überraschender Weise ausschließlich die Stoffe die im Fahrzeug Verwendung finden die in ihrer Summe den ominösen Neuwagengeruch ausmachen!
Was jedoch nicht heißt daß dem Thema keinerlei Augenmerk geschenkt wird: Bei Audi ist eine ganze Abteilung nur damit beschäftigt sich mit den olfaktorischen Eigenschaften aktueller und vor allem: zukünftiger Fahrzeuge auseinanderzusetzen!
Sehr niedlich finde ich den Satz aus der Überschrift dieses Artikels: “…und dann wird ein Auto gebaut.” So klingt eine Spezialistin für Autoduft!
Ein Ingenieur hätte es wohl anders formuliert. Gleichzeitig ist aber klar daß den meisten Ingenieuren wohl der Sinn dafür abginge aus welchem Kunststoff denn wohl zum Beispiel ein Schaltknauf bestehen darf damit er den Geruchssinn eines Fahrers nicht stört. Das Zusammenspiel von Spezialisten ist es eben was ein rundum gelungenes Produkt ausmacht!
Ich erinnere mich noch an eine Führung durch das BMW-Werk Dingolfing an der ich vor vielen Jahren einmal teilgenommen habe. Wir kamen dabei auch durch einen wahrhaft riesigen Raum dessen Wände mit sehr langen, spitzen Schaumstoffnadeln, die der Schallabsorption dienten, verkleidet waren.
Wegen des fehlenden Echos konnte man seinen Gesprächspartner kaum verstehen selbst wenn der nur einen Meter fünfzig von einem entfernt war – bei absoluter Stille wohlgemerkt! Der Zweck dieses Raumes: Die Schalloptimierung der Fahrzeuge. So war BMW gerade damit beschäftigt zu ermitteln wie man das Geräusch das die Autotüren beim Schließen machen möglichst “schön” gestalten kann.
Viel spezieller geht´s nimmer.


