Noch näher dran an der nächsten Jahreszeit
// Oktober 23rd, 2010 // Allgemein
Eine Sightseeingtour mit Ziel Neuschwanstein führte mich heute an den Rand der Alpen. Schon aus der Ferne kündeten die schneebedeckten Berge von kälteren Temperaturen. Aus den verschiedenen Anfahrtsrouten wählte ich die von den Landschaftspanoramen her Spektakulärste. Nicht über Murnau. Auch nicht über Landsberg am Lech. Sondern über Buchloe, Marktoberdorf (Heimat des Premium-Küchenausstatters Rösle) sowie Rosshaupten.
Kurz vor Füssen äußerten meine begeisterten Gäste aus Taiwan den Wunsch einen Fotostop einzulegen, um die Berge mit dem davorliegenden Bannwaldsee festhalten zu können. Wiewohl beides von der Straße aus “einigermaßen” sichtbar war, war mir klar daß das Resultat auf dem Foto trotzdem dürftig werden würde – eine höhere Perspektive wäre da weitaus besser.
Also in´s Navi geschaut, Feldweg bergaufwärts darauf gefunden (die Kunden staunten, auf welch schmalen “Straßen” man mit so einem VW-Bus noch fahren kann) und unterwegs noch einen Anwohner gefragt, der mir den besten Aussichtspunkt weit und breit verriet. Von dort schaut er sich zu Sylvester immer das Feuerwerk an sagt er. Solche Zufälle braucht man.
Direkt neben einem Funkturm (mein T5 halb im schnee- und Kuhfladen-bedeckten Matsch versunken) war dann das Ziel erreicht. Alle glücklich. Das obige Foto stammt aber nicht von dort, sondern vom Fußpfad westlich von Schloß Neuschwanstein. Unten rechts ist Schloß Hohenschwangau zu sehen, mit vorgelagerter Kapelle. Hohenschwangau ist übrigens eines der wenigen Schlösser, die nach wie vor der adeligen Wittelsbacher Familie gehören.
P.S.: Wer entdeckt auf dem Foto meinen Taxibus? ^^




Ja, dieses Bild ist schon besser! Dein Bus steht wahrscheinlich ein ganz klein wenig rechts von einem kleinen Sch…- oder sonstigem Holzhaus, auch wenn er gelber erscheint als es normal wäre.
Auch wenn es von Dresden nur ein Katzensprung ist, kann ich Alpentouren nicht mehr machen, denn meine Bandscheiben wehren sich vehement dagegen. Vor ein paar Jahren war ich noch mehrere Wochen im Jahr als Elektriker in München unterwegs. Bei dieser Gelegenheit bin ich manchmal am Wochenende in München geblieben und auch in die Alpen gefahren. Ich habe mir dann immer auch eine kleinere Bergtour gegönnt. Eine meiner schönsten war: Von Grainau aufwärts durch die Höllentalklamm und oben dann ostwärts zur Kreuzeckbahn.
Von besagtem Freilichtmuseum habe ich übrigens noch nichts gehört.
Durch die Mitteilung über den schönen Christkindlesmarkt hast du mir natürlich eine Steilvorlage geliefert! So kann ich ganz entspannt mitteilen, daß vom 25.11.10 bis 24.12.10 der 576. Dresdner Striezelmarkt stattfindet. Da kommt auch Nürnberg nicht mit! Solche Menschenansammlungen muß man allerdings mögen. Privat mache ich darum genauso einen Bogen wie um die Wies´n.
Besonders gelb ist der eigentlich nicht – hellelfenbeinfarben nennt man das, und ich habe es so von Volkswagen Nutzfahrzeuge bekommen (also von einer als fast schon beamtisch-institutionell zu bezeichnenden Einrichtung
).
Das Häuschen diente wohl mal dem Kassieren der Parkgebühren bei großen Bussen – ist heute funktionslos, da weiter vorne kassiert wird und sollte vielleicht mal weggehobelt werden, damit da mehr Platz ist. Alternativ wäre selbst eine Bauminsel auf dem öden Parkplatz nutzbringender als diese Baracke.
Gute Besserung mit den Bandscheiben – ich kenne den konkreten Fall nicht, aber eine OP könnte da vielleicht helfen. Mir ist ein Fall bekannt wo eine falsche OP zwar zunächst zu einem fast ein Jahr langen Krankenhausaufenthalt (inklusive “Kaltstellung” des Patienten mittels Psychopharmaka, der Vertuschung halber) führte, dann nach Aufdeckung des Kunstfehlers aber eine korrekte OP bei einem anderen Chirurgen eine ziemlich vollständigen Behebung des Problems brachte. Falls Du sowas vorhast, lass´einfach den ersten Part weg.
Danke für Deinen Tipp mit der Bergtour – vielleicht werde ich das eines Tages per pedes rekapitulieren.
Das Freilichtmuseum auf der Glentleiten ist ein leicht begehbares Gelände mit höchstens insgesamt 50-100 Höhenmetern Unterschied. Auf dem dortigen Weihnachtsmarkt verkaufen praktisch nur tatsächliche Handwerker aus der Gegend – insofern ist das schon eine Rarität und ein Kleinod. So mancher andere Markt besteht ja mehr oder weniger nur aus “Profis”, die im Sommer auf dem Jahrmarkt stehen und im Winter eben dort. Nichts gegen Profis, aber leider kommen die dann allzuoft “seelenlos” rüber. Mal davon abgesehen daß von denen gern versucht wird mit möglichst billigen Rohstoffen möglichst viel Reibach rauszuholen. Und sowas ist mir eh unsympathisch. Wie gesagt, da ist es auf der Glentleiten SEHR anders.
Wer weiß, vielleicht schaffe ich es auch mal auf den Strietzelmarkt – ich mag Dresden, hatte dort mal gelebt und auf dem Bau (Fassadenbau am Dorinth-Hotel) gearbeitet, und war zuletzt vor einem Jahr da als ich zum ersten Mal in meinem Leben in (und auf) der neu gebauten Frauenkirche stand. Mann, war das ein bewegendes Erlebnis! Ich erinnere mich noch als ich auf deren Schutthaufen herumkletterte, und auf den Ruinensteinen noch das rote Wachs der Kerzen von den Montagsdemos klebte.
Gruß, Christian