Zweierlei Isarfischer

// Dezember 6th, 2010 // Allgemein

Stabbrandbombe

Gestern nutzte ich die Gunst der Stunde (einen außergewöhnlich niedrigen Isar-Wasserpegel, und noch kein ekelhafter Schneeregen wie heute) um wieder einem meiner Hobbies nachzugehen: Munition in der Isar aufspüren. Zeit und Lust, extra von zu Hause die Wathose zu holen hatte ich keine – also beschränkte ich mich darauf, mit meinen Halbstiefeln von Fels zu Fels zu springen, um mir so einen Eindruck zu verschaffen. Nebenan ein anderer Isarfischer, der hingegen eher auf die Forellen ging.

Schnell wurde ich fündig: Ein Gegenstand in ca. 15 cm Wassertiefe, der, über und über mit Algen bewachsen, für den Laien kaum anders als die allenthalben ebenfalls vorhandenen Stücke Treibholz ausgesehen haben mag, hatte für mein Auge den charakteristischen Querschnitt einer Stabbrandbombe, zudem am oberen Ende den typischen “Knubbel”, wie man ihn oft als Teil des korrodierten Zündmechanismus vorfindet.

Polizei gerufen, die verständigt den Spezialdienst, Gegenstand entsorgt. Ein Problem weniger auf der Welt. Kurz bevor ich wieder aufbrach kam ich noch mit dem Forellenfischer ins Gespräch: Offensichtlich hatte es sich schon herumgesprochen, daß es da jemand mit einem eigentümlichen Hobby gab: “Sind Sie der, der…?”. Ja, der bin ich. In der Folge erfuhr ich noch viel über die Isarfischer, (im Raum München rund 400), und darüber, welche Mengen (Tonnen!) an Fischen regelmäßig in die Isar eingesetzt werden.

Die Isarfischer: Eine Welt für sich!

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