Sonntag Feiertag

// Februar 6th, 2011 // Allgemein

3 Stabbrandbomben

Bei uns Taxifahrern ist jeder Tag der Woche ein potentieller Arbeitstag. So fuhr ich am heutigen Sonntag kurz nach 15:00 Uhr Gäste von ihrem Hotel zum Flughafen im Erdinger Moos. Wieder nach München zurückgekehrt, stellte ich mein Auto ab, und verbrachte bei dem schönen Wetter und den Gott sei Dank jetzt wieder wärmeren Temperaturen noch etwas Zeit an der Isar.

Wie´s der Deifi will, finde ich dabei drei Stabbrandbomben. Wenn schon Taxis 7 Tage die Woche arbeiten, wird das bei der Polizei wohl erst recht so sein. Soweit zur Theorie.

Praktisch sah es so aus, daß zwar die Beamten, die zunächst eintrafen wirklich sehr nett waren. Der daraufhin verständigte Sprengmeister aber war ob des Sonntagseinsatzes dermaßen angepisst, daß er mir absichtlich die zum Gruß ausgestreckte Hand ausschlug, und auch sonst kaum etwas ausließ um seinen Unwirsch rüberzubringen.

Was ich aus zwei Gründen inakzeptabel finde: Erstens hatte ich früher schonmal gefragt, ob es ein Problem ist wenn ich am Sonntag anrufe. “Nein, das sei nicht der Fall”, versicherte man mir. Es gibt wohl am Wochenende eine sogenannte Bereitschaft. Das ist Dienstzeit, dann aber auch wieder nicht (?).

Hätte man mir das vorher gesagt, hätte ich darauf Rücksicht nehmen können. Zweitens ist es wohl kaum in MEINER Verantwortung daß eine vernünftige Organisation/Einteilung bei der Polizei gegeben ist, bei der niemand quasi gegen seinen Willen zum Dienst gezwungen wird! Wie dem auch sei. Ich werde es mir in Zukunft überlegen, mit sowas am Sonntag anzurufen. Schließlich bin auch ich ein Genußmensch.

Nachtrag vom 07.02.2011:

Bin heute nochmal losgezogen – wunderschönes Wetter an der Isar. Es war schon so warm, daß ich mich auf einer Kiesbank hinlegen, und eine Stunde neben dem Wasserfall schlafen konnte – mit der Softshell-Jacke als Decke. Das war wunderbar.

Stabbrandbombe in Isar

Entgegen der “Kritik” und der Beleidigung durch den Sprengmeister gestern Abend hat sich herausgestellt, daß ich durchaus den richtigen Riecher gehabt hatte:

Nicht nur ist der Wasserpegel von einem gestrigen Tiefststand über Nacht plötzlich hochgeschnellt, nein das Isarwasser war heute durch die flußaufwärts wieder begonnenen Bauarbeiten (Isar-Renaturierung) total trübe, nicht kristallklar wie gestern (siehe Foto).

So hätte ich heute keine einzige der gestern von mir aufgefundenen drei Bomben entdecken können. Auf dem Weg über die Kiesbank fand ich noch eine intakte, etwa 15 Zentimeter lange Flakpatrone. Das war´s.

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