Paarung der Schwäne
// April 23rd, 2011 // Allgemein
Vor ein paar Tagen hatte ich eine Sightseeingtour mit meinen Gästen in der Region Salzburg. Am Schloss Hellbrunn mit seinen wunderbaren historischen Wasserautomaten blieb ich, während die Gäste an der hauseigenen Führung teilnahmen derweil im Park. Gratis-Tickets für die Guides gibt es dort nicht, und ich kannte das ja ohnehin bereits. Ich beschloss, währenddessen lieber ein paar schöne Aufnahmen im Park zu machen.
Als ich zum Schlosssee kam, verpasste ich um Haaresbreite, Fotos von der Paarung des dortigen Schwanenpaares machen zu können – es dauerte einfach zu lange, die Kamera mit dem Riesen-Objektiv aus dem Rucksack zu pulen. Das ärgerte mich – sowas Seltenes zu fotografieren oder zu filmen, das ist schon was Besonderes. Immerhin gelangen mir noch ein paar Fotos von den auf die Paarung folgenden Baderitualen.
Nun gelangen mir aber gestern unverhofft Aufnahmen im Schlosspark Nymphenburg, die mich mehr als entschädigten: Perfekter Hintergrund, das Licht sogar noch besser als am Schloss Hellbrunn – vor allem aber hatte ich meine Ausrüstung diesmal zur rechten Zeit am rechten Ort aufgebaut. Noch etwas für die Bildung: Schwäne sind monogam – Paare bleiben ein Leben lang zusammen, und wenn einer der Partner stirbt, bleibt der zurückbleibende Schwan oft bis zu seinem Lebensende allein. Wenn wir “Schwan” sagen, meinen wir in aller Regel den bei uns weitestverbreiteten Höckerschwan. Es gibt auch schwarze Schwäne (sogenannte “Trauerschwäne”), von denen in Deutschland aber nur eine klein Population in Nordrhein-Westfalen existiert – ohnehin ist der Trauerschwan bei uns nicht heimisch.
Die Paarungszeit des Höckerschwans beginnt zwischen März und April. Der Höckerschwan braucht etwa 10 Tage, um sein Nest zu bauen, und legt meist zwischen fünf bis acht Eiern. Gebrütet wird 35 bis 38 Tage – meist vom Weibchen. Das Männchen verteidigt allerdings währenddessen sehr aggressiv das Territorium rund ums Nest. Seinen Namen hat der Höckerschwan übrigens von dem schwarzen “Höcker” hinter seinem Schnabel. An ihm kann man auch das Geschlecht der Tiere erkennen, da der Höcker beim Männchen wesentlich größer ausfällt als beim Weibchen.




