Crowzilla in München-Haidhausen?
// Mai 11th, 2011 // Allgemein
Schätze, so sah das Viecherl für meine Nachbarin aus, die das Tier “irgendwie gruselig” fand, “so schwarz und so”. Faktisch handelte es sich um eine Jungkrähe – in einem Alter, wo sie noch auf ihre Eltern angewiesen ist. Die Krähe hatte sich vor Passanten, Hunden usw. in den Hausgang zwischen Straße und Hinterhof zurückgezogen. Dort konnte sie jedoch von ihren Elterntieren nicht mehr gefunden werden. So saß dann das arme Geschöpf laut meinen Nachbarn den ganzen Tag, und wartete vergebens auf Nahrung.

Als ich die Krähe auf dem Weg zum Radlraum dort vorfand, machte ich erstmal ein paar Fotos. Gleich entwickelte die Krähe ein sehr lebhaftes Interesse an meiner schwarzen Spiegelreflexkamera. “Sieht wie die Eltern aus – ob aus dem Objektiv-Schnabel wohl Essen rauskommt?” Leider nein. Und auch die schmackhaft aussehenden “Fotorucksack-Würmer” erwiesen sich letztlich als herbe Enttäuschung. Besser war da schon das Hackfleisch, daß ich wenig später von der nahen Metzgerei vorbeibrachte und verfütterte.

Schließlich packte ich das gefährliche Monster der Lüfte (macht man laut Tierrettung am besten so, daß man um die Flügel greift) und hob es in den begrünten Hinterhof, wo es einerseits sicher vor der Hektik der Straße, andererseits aber sichtbar für die Elterntiere war, die ich schon wenig später im Tiefflug über dem Viertel kreisen sah und rufen hörte. Ein paar Stunden später war die Jungkrähe dann weg. Happy End, schätze ich mal.




Christian, du bist ein Held!
@ Bernd:
Danke! Aber bin ich ein Held, weil ich ein Tierkind gerettet, oder, weil ich Crowzilla gebändigt habe?
vielen Dank – gefällt!
Bitte, und dankeschön auch.