Journey of a Suitcase

// Januar 2nd, 2012 // Allgemein

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Das wollte ich schon seit Jahren mal machen: Eine Kamera in einen Koffer einbauen, den dann aufgeben, und dann schauen wie das Innere der “Flughafen-Eingeweide” aussieht. Leider scheiterte das bei mir immer am Aufwand – und auch die vorher abzuklärenden rechtlichen Fragen, hierfür notwendige Sondergenehmigungen und so weiter wären sicher ein “pain in the ass” gewesen. Jetzt hat mir dankenswerter Weise jemand anderes all diese Mühen abgenommen. Das Resultat ist im beiliegenden YouTube-Film zu sehen, der für eine “Kofferverfolgungs-App” Werbung macht.

Sicher eine nette Erfindung, so eine App. Aber wenn, wie schon selbst gesehen, Flughafenpersonal zu faul ist, die Aufschriften an gestrandetem Gepäck auch zu lesen, um es so überhaupt in Richtung Eigentümer auf den Weg bringen zu können, dann hilft auch eine App im Verlustfall nichts mehr. Alleine im Jahr 2007 (aktuellere Werte habe ich auf die Schnelle nicht finden können) gingen im Flugverkehr weltweit 1,3 MILLIONEN Gepäckstücke FÜR IMMER verloren (42 Millionen Gepäckstücke waren nur vorübergehend verschwunden, und tauchten dann später wieder auf).

Übrigens hier noch etwas zu Klischees im Bezug auf “schlampige Südländer”: Während bei der im Jahre 2008 von der Association of European Airlines (AEA) als am verlässlichsten bewerteten Luftfahrtgesellschaft “Turkish Airlines” pro 1000 Passagieren jeweils 4,3 Gepäckstücke verspätet ankamen, waren es bei der “guten, deutschen” Lufthansa im selben Zeitraum 15,1 Koffer. Auch zwischen Flughäfen gibt es drastische Unterschiede: So werden bei Transferflügen via London Heathrow im Schnitt  70-80 von 1000 Passagieren von ihrem Gepäck getrennt. In Frankfurt nur 4-5 (= patriotische Ehrenrettung ;o)).

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